F. A. Q

Fragen und Antworten zum Bewerbungsverfahren

Muss ich jeden Tag an der fachtheoretischen Ausbildung bzw. den Fachstudien teilnehmen?
Als (studierende/r) Beamter/in haben Sie eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden. Aus diesem Grund besteht im Rahmen der Fachstudien an der Landesfinanzschule bzw. der Fachhochschule Anwesenheitspflicht.
Kann ich mich als Abiturient/In für den gehobenen Dienst und gleichzeitig für den mittleren Dienst bewerben?
Ja, eine Bewerbung im Online-Bewerbungsverfahren ist möglich, allerdings nur mit den unterschiedlichen Abschlusszeugnissen. Als Abiturientin bzw. Abiturient dürfte jedoch grundsätzlich der gehobene Dienst in der Steuerverwaltung die geeignete Laufbahn sein und es wird ein Vergleich beider Laufbahnen empfohlen. Ein Aufstieg von der Laufbahn des mittleren Dienstes in die Laufbahn des gehobenen Dienstes führt auch über den Weg des dualen Studiums und wird nicht regelmäßig angeboten.
Wenn man bereits in der gehobenen Beamtenlaufbahn in einer anderen Verwaltung tätig ist, wäre dann eine Übernahme in den gehobenen Dienst der Steuerverwaltung möglich?
Die Möglichkeit eines Seiten- oder Quereinstiegs ist nicht vorgesehen. Liegen die formalen Voraussetzungen vor, ist eine erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren für den gehobenen Dienst und die Ableistung des dualen Studiums nach § 4 Steuerbeamtenausbildungsgesetz (StBAG) notwendig.
Kann mir ein bereits in einer anderen nichttechnischen gehobenen Verwaltungslaufbahn abgeleistetes FH-Studium auf die dreijährige Studienzeit angerechnet werden?
Nein, eine Anrechnung erfolgt nicht. Die Ausbildung nach dem Steuerbeamtenausbildungsgesetz (StBAG) und der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Steuerbeamtinnen und Steuerbeamten (StBAPO ) ist zwingend für eine Tätigkeit in der Steuerverwaltung. Es handelt sich um eine bundeseinheitliche Regelung für die gesamte Steuerverwaltung.
Nehmen Sie auch Bewerber/Innen mit Migrationshintergrund?
Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund werden ausdrücklich begrüßt. Sie bringen Sprachkenntnisse mit, die in der Steuerverwaltung benötigt werden und uns den Kontakt zu vielen Bürgern erleichtern.
Gibt es für Bewerberinnen und Bewerber eine Höchstaltersgrenze?
Gemäß § 19 Laufbahnverordnung (LVO) Brandenburg ist die Einstellung in den Vorbereitungsdienst bis zu einem Höchstalter von 32 Jahren, bei schwerbehinderten Menschen bis zu einem Höchstalter von 40 Jahren zulässig. Bei der Betreuung eines mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Kindes unter 18 Jahren verschiebt sich das Höchstalter, wenn die Kinderbetreuung ursächlich für das Absehen von einer Bewerbung vor Vollendung des 32. Lebensjahres war (siehe hierzu § 19 Absatz 1 Satz 2 und 3 LVO). Die Höchstaltersgrenze nach § 19 Absatz 1 LVO gilt nicht für Inhaber eines Eingliederungs- oder Zulassungsscheines und in den Fällen des § 7 Absatz 2 Soldatenversorgungsgesetzes. Aus gegebenem Anlass informieren Sie sich bitte zu aktuellen Änderungen des § 19 Laufbahnverordnung Brandenburg (LVO) bzgl. einer festgelegten Höchstaltersgrenze.
Können behinderte oder beeinträchtigte Menschen die Ausbildung absolvieren?
Bewerbungen behinderter oder beeinträchtigter Menschen werden ausdrücklich begrüßt. Sie bewerben sich über das Online-Bewerbungsformular und weisen Ihre Behinderung nach. Wenn Sie spezielle Hilfe benötigen, tragen Sie dies unter dem Punkt „Sonstiges“ in das Online-Formular ein. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an eine der angegebenen Ansprechpersonen der Fachhochschule für Finanzen bzw. der Landesfinanzschule und/oder fordern Sie das Merkblatt „Nachteilsausgleich bei Prüfungen und Studium“ an.
Kann ich mich auch mit einem abgeschlossenen Studium der Rechtswissenschaft, der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialwissenschaften an der Hochschule bewerben?
Ein abgeschlossenes Studium in diesen Studienfächern eröffnet den Weg in den höheren Dienst der Steuerverwaltung. Eine erfolgreiche Bewerbung für den höheren Dienst verlangt von Ihnen zusätzlich einen Vorbereitungsdienst von 2 Jahren und eine 2. Staatsprüfung. Die Laufbahnbefähigung für den höheren Dienst wird auch mit dem 1. und 2. Juristischen Staatsexamen, also der Befähigung zum Richteramt, erworben. Haben Sie beide Staatsprüfungen abgelegt, können Sie sich für den höheren Dienst in der Steuerverwaltung bewerben. Die Stellenausschreibungen finden Sie auf den Internetseiten der Ministerien der Länder und des Bundes bzw. bei www.interamt.de oder bei www.bund.de.
Wie gut müssen meine Kenntnisse in der deutschen Sprache sein?
Die Ausbildung, der fachtheoretische Unterricht und die Fachstudien im Steuerrecht vermitteln juristische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die viele Fachbegriffe enthalten und den Umgang mit den Gesetzestexten, Richtlinien und Urteilen täglich üben. Hierzu benötigen Sie eine kompetente Sprachverwendung der deutschen Sprache nach dem Level C 1 und/oder C 2 entsprechend der Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Weitere Informationen hierzu und zu den Sprachzertifikaten lesen Sie unter www.europaeischer-referenzrahmen.de.
Ich habe meinen Schulabschluss im Ausland erworben. Wer erkennt das Zeugnis an?
Zeugnisse von ausländischen Schulen müssen in einer amtlichen Übersetzung in deutscher Sprache vorgelegt werden. Eine Anerkennung des Zeugnisses erfolgt von der Zeugnisanerkennungsstelle des Landesschulamtes in Cottbus.
Welches Zeugnis muss ich vorlegen?
Sie müssen einen zum Hochschulstudium berechtigenden Schulabschluss (allgemeine Hochschulreife, Abitur oder Fachhochschulreife) oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand nachweisen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung reicht für Schülerinnen und Schüler das letzte aktuelle Zeugnis vor dem Abschlusszeugnis, wenn sie die Schule noch nicht abgeschlossen haben.
Wann kann ich mich bewerben?
Das Online-Bewerbungsverfahren läuft jedes Jahr von August bis November.
Wo kann ich mich für eine Ausbildung zum gehobenen Dienst in der Steuerverwaltung bewerben?
Die Fachhochschule für Finanzen ist zuständig für das Bewerbungsverfahren im Land Brandenburg. Sie bewerben sich über das Online-Bewerbungsformular oder über die Webseiten des Aus- und Fortbildungszentrums Königs Wusterhausen, des Ministeriums der Finanzen. Sie werden von allen Seiten zum Online-Bewerbungsformular geführt.
Wer kann an der Fachhochschule für Finanzen studieren?
Die Fachhochschule nimmt nur die Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter aus den Finanzämtern zur Durchführung der Fachstudien auf. Sie können dort nur studieren, wenn Sie in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf zum Land Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt oder dem Bundeszentralamt für Steuern stehen. Die Fachhochschule hat keinen frei zugänglichen Studiengang.